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Pressestimmen
Pressestimmen

"Ein sonniger Moment"

"Händels  Sonata a 5 war eigentlich ein Violinkonzert für Tognetti. Aber er war nicht der einzige, der hier einen sonnigen Moment hatte: der Lautenist Axel Wolf improvisierte über den gehaltenen Akkorden im zweiten Satz."
bachtrack 2016

Ein magisches Solo

"Der deurtsche Lautenist Axel Wolf als Gast  wob  ein magisches Solo um Lezhneva in der letzten Zugabe."
dailytelegraph 2016

"Funkelnde Facetten der Melancholie"

"A Musical Banquet": Valer Barna-Sabadus und Axel Wolf in Rothenburg
...und erst recht Dowlands atemberaubendes "In Darkness let me dwell" wurden so Höhepunkte eines Konzertes, das ohnehin aus Höhepunkten bestand - selbst wenn der Sänger schwieg. Axel Wolf ließ dann seine Laute tanzen und prunken. Und singen. Wie er Dowlands "Lachrimae" nachspürte: Die Zeit blieb stehen.
Rothenburg, Juli 2015


Reviving Platti

"With magisterial surety Wolf strides across Platti’s bass lines while embroidering the chordal fabric with clever melodic skeins ingeniously complementing the cello’s phrases."
counterpunch 20.3.2015

Platti - 6 Sonatas for Cello

"basso continuo -  imaginatively and sensitively realised on lute and theorbo by Axel Wolf"
grammophone

"Flow"

"...Musik vom Feinsten..." bei BR-Klassik

kultur.port.de


Sebastian Hess und Axel Wolf - zwei Meister in allen Richtungen

von Harald Eggebrecht

"Friends of the Lute"

"alle Register"
Fonoforum April 2014

...ein besonderes Vergnügen...
Peter Päffgen in Gitarre&Laute


"vertauschte Rollen"

Sebastian Hess und Axel Wolf im Marstall Berg
QUH


"Italienisches Feuer"

...Vor allem die langsamen Sätze füllt Wolf mit den noblen Akkordfiligranen meditativer Inbrunst....Wer möchte, kann sich am Amalgam aus alter, aristokratischer Lautenkunst und progressivem Generalbass-Spiel delektieren...
Klaus Peter Richter
1.10.2011, Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Taufrisch"

...Barockcellist Sebastian Hess und Lautenist Axel Wolf elektrisieren ...bieten Plattis Geistesblitze, seine Kantilenraffinesse so witzig, reaktionsschnell und klangschön, dass es die reine Freude ist.
Harald Eggebrecht
10.8.2011, Süddeutsche Zeitung

"Edle Sonatenkunst"

...in gelungener Balance, so dass gleichsam ein integratives Bild von schöner Gemeinsamkeit entsteht. Sebastian Hess und Axel Wolf verfolgen einen sehr harmonischen, wohlklangorientierten Ansatz – wobei der letzte Befund deutlich positiv zu sehen ist. ...
29.8.2011, Klassik.com

Sächsische Saitensprünge

...Johann Adolph Hasse ...als Vorläufer von Jimi Hendrix...
15.6.2011, Märkische Allgemeine

Sächsische Saitensprünge

Sie wirkt wie ein letztes, helles Strahlen. Wie dieses ganz besondere Licht, in dem sich noch einmal alles sammelt bevor ein Stern verlischt: die Musik von Silvius Leopold Weiss. ...Die Sonate in A-Dur von Weiss stand am Ende des Konzerts mit dem Lautenisten Axel Wolf unter dem Titel „Sächsischen Saitensprünge“ am Pfingstwochenende. Ein Abschluss, der nicht nur das majestätisch Virtuose und klanglich Verspielte der Laute in der Ovidgalerie der Neuen Kammern in Sanssouci zu Gehör brachte, sondern gleichzeitig auf ein Gipfeltreffen zweier Virtuosen verwies: Weiss und Johann Sebastian Bach....
Axel Wolf spielte ausgeglichen zwischen introvertierter Innenschau und expressiver Lust. Ein gekonnter Wechsel zwischen Hell und Dunkel von Satz zu Satz, dabei das Tänzerische mit nuanciertem Ton aufscheinen lassend. Kein Lautenabend, wie so oft schon erlebt, der in tränenseliger Melancholie ersoff. Und bei dem es ein Genuss war, dem Spiel von Wolf nicht nur zu lauschen, sondern auch zu beobachten....– es war diese Selbstverständlichkeit, mit der Axel Wolfs rechte Hand mit den Saiten seiner 13-chörigen Laute förmlich verwachsen schien. Eine Selbstverständlichkeit, die etwas ganz Natürliches ausstrahlte. Und so perlten die Töne von seinen Fingerkuppen, die ja so wichtig sind für Tonentfaltung, die Gestaltung der Klangfarben, als gäbe es nichts Leichteres als dieses Instrument zu spielen.
Dirk Becker
15.6.2011, Potsdamer Neueste Nachrichten

Liebes-Tortur auf sagenhaften Tönen

..Axel Wolf, der mit jedem Ton die Seelenlage trifft...
Christa Sigg
26.5.2011, Abendzeitung

Größe für alle

Guttenberg dirigiert Bach-Oratorium
...Sechs Musiker, darunter so großartige wie Anja Lechner, Olga Watts und Axel Wolf schaffen ein vielgestaltiges Fundament, das in Farben und Einfallsreichtum viel mehr ist als die rhythmisch-harmonische Basis. ... Das Continuo, wie gesagt, ist das leuchtende Fundament...
Egbert Tholl
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2010

Stilvolle Weihnacht

Barockes mit der Hofkapelle München im Cuvilliés-Theater
München - Stilvolleres gibt es kaum als weihnachtlichen Barockklang im Cuvilliés- Theater....der Lautenist Axel Wolf eröffnete das Konzert mit einer Passacaglia von Esaias Reusner (1636-1679), einer der ersten deutschen Lautenkomponisten von Rang. Wolf beglaubigte ihn mit seiner fabelhaften Interpretation...
Klaus P. Richter
Süddeutsche Zeitung, 14.12.2010

Gezähmte Zeit

REUTLINGEN. Ein Zeitvertreib ist Laute spielen nicht, im Gegenteil: Mit ihren perlenden Tönen und mehr noch der Freiheit zwischen diesen vermisst der Lautenist die Zeit und fängt sie ein, um sie in Freude, Nachdenklichkeit, Wehmut und Lust zu verzaubern.
Axel Wolf stellte die Qualitäten der Laute und ihrer geradhalsigen Schwester Theorbe am Mittwoch in der Sondelfinger Stephanuskirche vor. Die waghalsigeren frühbarocken Stücke, Zeugen einer stürmischen Zeit, spielte er auf der Theorbe im zweiten Teil des Konzerts, die Zuhörer damit voller schwärmerischer und tänzerischer Klänge in die Nacht entlassend. In der ersten Hälfte des Programms präsentierte er auf der Laute Werke aus der Spätzeit dieses Instruments, dem 18. Jahrhundert, als andere Instrumente wie das Cembalo die spielerischen Möglichkeiten erweiterten.
So üppig das musikalische Erlebnis des Abends war, glich das Lautenkonzert eher einer Klangdiät: Der Melodieverlauf bestimmt die Komposition. So vielfältig er auch umgarnt, gestaltet und in Akkorde gesetzt wird - die gezupften, dezidierten, in hohen Lagen schon mal spröden Töne zaubern transparentes Spitzenwerk, keine veloursartig verhüllende Fülle. So machte dann die Kunst des Zögerns, der Atem- und Gedankenpausen, mit der Wolf die Werke gestaltete, gleichermaßen den Reiz seiner Interpretationen aus wie die Formung der Töne.
Die ließ er zart wispern oder sonor brummen, wie in der frühbarocken »Chiacconna in partite variate« von Alessandro Piccinini, einen um eine Bassmelodie kreisenden und überschäumenden Tanz. Spritzig und wild war die »Toccata prima« von Girolamo Kapsberger, mit der Wolf seine Beschreibung des Frühbarock als »Sturm und Drang«-Periode belegte. Um so gefühlvoller klangen die Werke von Robert de Visée, der Ludwig XIV. im Schlafzimmer aufspielte.
Arien auf der Laute
Die Nähe der melodiegeprägten Laute zum Gesang kam auch in den hochbarocken Werken zum Ausdruck in Form von für Laute gesetzten Arien aus Opern von Hasse und Händel. Die Fuge g-Moll von Bach und die für Cembalo geschriebene Suonata III F-Dur von Hasse erhielten auf der Laute ebenfalls einen eigenen Reiz.
Sanft und geduldig ließ Wolf den Schlusston seiner Zugabe ausklingen, wie als Mahnung, nicht zu vergessen, dass Musik und damit der Mensch die Zeit zähmen kann. (sol)
Reutlinger Generalanzeiger vom 24.8.2010

Bach lauscht Italiens Lautenmeistern

Wie kommt die Laute zu Bach?
 Abseits des Opern-Spektakels um Noah und den ersten Weltuntergang geben die St. Galler Festspiele in ihrer Konzertreihe auch reichlich Raum für subtiles Fragen und Aufhorchen so etwa im Programm des deutschen Lautenisten Axel Wolf am Freitagabend in der Schutzengelkapelle. Italienische Lautenmusik von Alessandro Piccinini, Michelangelo Galilei, Giovanni Girolamo Kapsberger und Giovanni Zamboni hatte er im Gepäck; das Forum für Alte Musik bot ihm einen geeigneten Umschlagplatz für edle Importware aus Venedig und Rom, die den Geschmack nördlich der Alpen um 1700 stark beeinflusst und verändert hat - nicht nur den eines Georg Friedrich Händel.
Elbflorenz Dresden
Bachs Italien lag in Sachsen: War er als Thomaskantor in Leipzig ganz der Ehre Gottes verpflichtet, pflegte er doch von Zeit zu Zeit am kurfürstlichen Hof zu Dresden musikalisch Urlaub zumachen. Er hörte Opern im italienischen Stil und erlebte die italienischen Lautenisten der Hofkapelle, ihr aus der Spätrenaissance und dem Frühbarock in Tabulaturschrift überliefertes Repertoire: die gediegenen, im Tonsatz ebenso raffinierten wie ausgewogenen Kompositionen Piccininis, die harmonischen Extravaganzen und Kühnheiten Kapsbergers, eines deutschen Adelssprösslings, der nie deutschen Boden betrat, aber das italienische Temperament auf die Spitze trieb. Auch der Stilwechsel, der sich im Frühbarock durch die Änderung der Zupftechnik ergab, wird Bach nicht entgangen sein.
Kleine Lautenkunde
Das alles führt Axel Wolf vor, begleitet es zudem mit kurzweiligen Kommentaren: So wird das Konzert nicht nur zu einer Zeitreise zu den italienischen Vorfahren Donizettis, sondern auch zu einer kleinen und feinen Lautenkunde, praktiziert am 14chörigen Arciliuto - dem Instrument mit verlängertem statt geknicktem Hals, kleiner als die Theorbe ...Zu Dowland schweift der Blick, ins italienisch geprägte München, wo Galilei wirkte, der Bruder des Mathematikers und Physikers: Die Laute ist dabei stets so eloquent wie ihr Interpret.
Zur besseren Vergleichbarkeit wählt Axel Wolf eine überschaubare Zahl sich wiederholender Satzcharaktere: Toccata, Chaconne und Passacaglia, Suitensätze wie Allemande, Courrente, Sarabande und Gigue so wie sie dann auch in Bachs Lautensuite g-Moll erscheinen, dem ganz in eine innerliche Pracht versunkenen Schluss- und Höhepunkt des Konzerts.   
Bettina Kugle
St. Galler Tagblatt, 5.7.2010
 

Brücken zur Baukunst

Das 'Projekt Martinelli' verbindet Musik und Architektur
...Axel Wolf an Laute und Theorbe. Der verzauberte bei einer Chiaconna von Alexandro Piccinini und einer Sonata von Giovanni Zamboni mit klingender Architektur.
KLAUS P. RICHTER
Süddeutsche Zeitung,  27.04.2010


Barocke Lebensfreude - im Marstall hinreißend musiziert

...
 So brilliert Axel Wolf denn auch mit charmanter Virtuosität in der Toccata Prima für Laute solo von Girolamo Kapsberger. Er spricht, fabuliert, erzählt, berührt mit einer ganz erstaunlichen Klangvielfalt, die mancher dem etwas sperrig wirkenden Instrument auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zutraut.  ...
Münchner Merkur, 13.12.2009


Schatztruhe der leisen Musik

J. A. Hasse, Opera Arias
Und wieder einmal präsentiert sich Axel Wolf hier als ein absolut überzeugender Musiker. Nur wenige Lautenisten unserer Tage musizieren mit einer derart undogmatischen Darstellungskunst. Mit agogischen Bewegungen modelliert Wolf die Gesangslinien ganz natürlich, erzeugt Spannung und Steigerungen.
... Nach seinem Bach Meisterstück und seiner excellenten Piccinini-Platte ist Axel Wolf damit wieder eine betörend schöne und im besten Sinne unterhaltsame Einspielung gelungen, die kein Freund der "leisen" Musik missen sollte.
Tobias Pfleger, 28.12.2007
klassik.com

"Rasend zärtlich"

Das fabelhafte Ensemble "Lyriarte" begeistert im Theater
Die Mitglieder des Originlaklangensembles "Lyriarte" sind kühne und emphatische Musiker, allesamt beherrschen sie ihre Instrumente meisterhaft und brennen an diesem Abend ein Feuerwerk ab: Feuer brennt in den Augen des mitreisenden Cellisten, Feuer schlägt aus den Violinen von Rüdiger Lotter und Kumiko Yamauchi und Feuer entbrennt, wenn Vivaldi, Veracini, Händel, Bach und Geminiani in rasenden Tempi gefeiert werden.  Lyriarte spielen und zelebrieren die italienische Musik aus barocker Zeit mit großer Lust. Die alten Instrumente erwachen zum Leben unter den Händen der Spieler, werden gestreichelt und seufzen, werden gefordert und singen. ...
Schweinfurter Tagblatt, 19.12.2007

"Wichtige Neuerscheinungen 2007"

...unter diesem Titel  präsentierte Oswald Beaujean am 24.12.2007 die CD "Opera for Lute" mit Werken von J. A. Hasse in der CD-Box extra auf Bayern 4.

Mitreissende Interpretation
...Im ersten Teil erklangen ein Streicherkonzert von Vivaldi und eines seiner bekannten Lautenkonzerte, das der Solist Axel Wolf meisterhaft musizierte ....
Allgäu Rundschau 3.12. 2007

Samtiger Raumklang

Kleines Lautenfestival: Großer Erfolg
Feinfühlige Virtuosen: Michael Freimuth, Axel Wolf und Fred Jacobs im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern
...Johann Adolph Hasse gehörte zu den führenden Opernkomponisten seiner Zeit, einige seiner Arien sind "auf die Laute versezet" worden. Axel Wolf wiederum gelang es, die Ausschnitte aus "Ezio", "Solimano" und "Cyrus" von beseelter Tiefe bis zu schwungvoller Dynamik mit einer Leichtigkeit zu interpretieren, der nichts an Präzision fehlte. ...
Süddeutsche Zeitung, 30.10.2007


Plattentipp - Hasse , Opera for Lute

...Eine Entdeckung Erster Güte...
... Axel Wolf spielt gelassen und unaufgeregt, lässt dem prachtvollen Klang seiner Laute Platz und dem Zuhörer Muße, die wunderbare Musik auf sich wirken zu lassen.
Gitarre & Laute - ONLINE XXIX/2007 Nr. 3

Schall und Rausch

biber - berio ist in der Auswahl  "CD des Jahres 2007" der Wirtschaftswoche

Musizieren ohne Scheuklappen
biber - berio
 
 

Flammen der Modeme

Wie das Ensemble Lyriarte Barock‑Musik lebendig macht
 ...Für die kontemplative Reflexion sorgte dazwischen Axel Wolf auf der Laute. Von den zwei Bearbeitungen aus Opern Hasses entzückte" Quanto mai felice ", während der harmonisch abgründige Schlusssatz von Hasses Lautensonate in F‑Dur barocke Jenseitsmystik beschwor...
KLAUS P. RICHTER
MÜNCHNER KULTUR
Süddeutsche Zeitung, 12. Dezember 2006
 
 
Der CD-Tipp auf BR 4 : Biber - Berio mit dem Ensemble Lyriarte

 

Die Faszination des Ostinaten

Alessandro Piccinini ist den Lautenisten keine unbekannte Größe. Sein erstes Buch Infavolatura di Liuto et di Chitarrone, das auch den Untertitel von Axel Wolfs Ein spielung geformt hat, ist schon mehrfach auf Tonträger eingespielt worden. Der Anschein, Wolf wolle mit dieser famosen Produktion nun verspätet noch auf den gegenwärtig modischen Zug der vehe­menten Improvisation aufspringen, ver bietet sich jedoch nicht erst angesichts des Aufnahmedatums 1997 (die CD war zunächst bei einem anderen Label veröf fentlicht worden und ist nun bei Raum klang erneut erschienen): Schon die ersten Töne machen deutlich, dass sich hier Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit mit tech nischer Brillanz und unbändiger Spiel freude in idealer Weise verbinden ‑ weit entfernt von bloßer Effekthascherei.
Wolf hat 20 Stücke zusammengestellt, die aus Piccininis erster sowie der weniger bekannten, postum erschienenen zweiten Intavolatura genommen sind und die große Bandbreite streng gearbeiteter Canzonen, virtuoser Toccaten, munterer Tanzsätze und phantasievoller Bearbeitungen ostina ter Bassmodelle zeigen. Die Einrichtung ist vom ausführlichen Vorwort Piccininis zur ersten Intavolatura inspiriert. Es heißt dort, einige Stücke seien von einem Basso conti nuo, andere wiederum von einer Orgel zu begleiten. Da die Tabulatur selber keine weiteren Angaben dazu enthält, hat Wolf bei 15 Stücken die entsprechenden Stim men mit sehr feinem Stilgefühl ergänzt und dabei von der eher bescheidenen Duo besetzung mit Chitarrone und Orgel bis hin zur großen Besetzung, die zusätzlich noch Violone, Chitarra und Perkussion bringt, wahrlich >vielsaitige< Möglichkei ten ausgeschöpft. Und mehr noch beein druckt, wie Wolf bei aller musikantischen Freiheit stets die spielerische Eleganz und tonale Contenance wahrt. Besonders deut lich wird das bei der gut sieben Minuten währenden Cappona alla vera Spagnola. Wolf lässt in diesem bacchantischen Stück die volle Continuo‑Begleitung nach und nach ritornellartig hinzutreten, dass die Steigerung einen bezwingenden Sog ent facht, aber stets fein kontrolliert und aus­balanciert bleibt. Übrigens ist dieses Stück auch ein audiophiles >Highlight<: Violone und Perkussion entfalten eine profunde Tiefe, die überaus angenehm grundiert das Lautenspiel aber niemals überdeckt.
Andreas Waczkat, Concerto Juni/Juli 2005


„Anthologie der Leidenschaften“

Kobie van Rensburg mit erotischen Madrigralen
...Rensburg sang und gestaltete mit außerordentlichem Charme und einer Variationsbreite seines Timbres zwischen ernsten, fast unhörbar verklingenden und leidenschaftlich auftrumpfenden Passagen, dabei derart lebendig, dass er das Publikum zu begeistertem Applaus animierte. Keinen geringen Anteil an diesem Erfolg hatte Axel Wolf, Laute und Theorbe ...
Klaus Kalchschmid
Süddeutsche Zeitung , 30.3.2005


Tänze voller südamerikanischer Lebensfreude

Musiksommer im Loisachtal: Axel Wolf und das United Continuo Ensemble im Benediktbeurer Barocksaal
...In der überschäumenden Lebensfreude stand die spanische Musik der südamerikanischen offenbar in nichts nach....
Aber auch die Kompositionen von Alessandro Piccinini (1566‑1638), dem dieses Konzert des Musiksommers Loisachtal in erster Linie galt, behielten diese Grundstimmung bei, zumal der Wechsel zwischen virtuosen, solistischen Einlagen Wolfs mit der Ensemblefülle für eine Steigerung der Wirkung sorgte. Bei Piccinini fiel die Chiaccona natürlich auf einen überaus fruchtbaren Boden...
Wolf griff in den Toccaten so wie den Tänzen wie Corrente, Gagliarda oder Sarabanda diesen ungewöhnlich freien Zugriff mit virtuosem Temperament auf...Selten wird in einem Konzert alter Musik der Zeitgeist so deutlich spürbar, wie in diesem ungemein suggestiven Musikerlebnis...
REINHARD PALMER, 6.Juni 2005, Süddeutsche Zeitung

Musikpioniere am Lech

Füssener „ Festival der Laute“ präsentierte Renaissance-Flair
Drei Tage stand Füssens ehemalige Benediktinerabtei St. Mang, heute u.a. Sitz des Heimatmuseums, ganz im Zeichen der Laute. Das „Internationale Festival der Laute“ fand nach Orten wie Dresden, Basel oder Köln diesmal im Königswinkel statt, um der hochkarätigen Tradition des Lautenbaus in dem kleinen Handelsstädtchen am Lech nachzuspüren.  ...
Mit seinem Vortrag „Lauten und Geigenbau in Füssen“ legte Füssens Kulturamts- und Museumsleiter Thomas Riedmüller den theoretischen Grundstock der Tagung. Er erkundete die Anfänge der Musikausübung in Füssen....
„Pionierarbeit ähnlich den Buchdruckern in Mainz hätten die Lautenmacher geleistet“, so Riedmüller ...  „Perchtold“ war 1461 der erste namentlich genannte der Zunft. Bedeutend auch die Musiker-Familie Lopez/Lupus/Wolf. Sie waren sephardische Juden aus Spanien, welche die Inquisition 1492 aus ihrer Heimat vertrieb. Von einem der Ihrigen stammt das älteste Exponat („Wolfgang Wolf zue Fießen“) der Füssener Musikinstrumentensammlung.
Flankiert wurde das Festival von musikalischen Leckerbissen. Axel Wolf, einer renommiertesten Solisten, machte den Anfang mit Opernarien (auf die Laute gesetzt) von Händel, Anthony Bailes aus Großbritannien stellte zwei französische (René Mesengeau, Pierre Gaultier) und einen englischen (Thomas Mace) Lautenkomponisten vor.
Allgäuer Zeitung , 05/2005


Musikalisches Bonbon

Axel Wolf spielt Bach in der Peterskirche Dornberg
Ein kleiner, aber feiner Kunstgenuss wurde den Zuhörern in der Peterskirche in Dornberg beschert. Im Rahmen der Alte-Musik-Reihe gastierte Axel Wolf, der bereits eine internationale Karriere als Lautenist vorweisen kann. Mit der „Partita al Liuto“ c-Moll BWV 997 eröffnete er das Konzert und nahm das Publikum sogleich mit perfekt dargebotener weicher Melodik (Fantasia) , tänzerischen spanischen Klängen (Sarabande) oder lebhaft pulsierenden Rhythmen (Giga) gefangen. Ein informativer Exkurs zur Geschichte der Laute und Anekdoten zu den Bach-Kompositionen sorgte zusätzlich für Abwechslung.
„Prélude pour la Luth o Cembalo“ Es-Dur BWV 998 spielte Wolf in der ursprünglichen Lautenversion. Klare, reine Tonfolgen, melodisch und voll Bewegung, sowie Mehrstimmigkeit, mal dynamisch drängend, mal tänzerisch leicht, füllten den Raum. Ohne Effekthascherei entlockt Wolf der Laute eine enorme Ausdrucksfülle, und das Publikum folgt ihm angespannt und konzentriert.
Barock und üppig ist die „Suite pour la Luth“ g-Moll BWV 995 , die Axel Wolf ungemein nuanciert ausdeutete. Das Publikum lauschte gebannt und spendete lang anhaltenden Applaus.
Heide Schmidt, Neue Westfälische Bielefeld, 25.5.2005


Bach - Musik für Laute

... perfekt in Form gebracht ...
... Axel Wolf ringt, den Eindruck hat man, ständig aufs neue mit dieser Musik und er  lässt seine Zuhörer an diesem Kampf teilhaben. Nichts ist geglättet ...ein immerwährender Prozess des Suchens und Vergleichens.  ...
Axel Wolf hat mit seiner Bach-CD einen Arbeitsbericht vorgelegt und der ist vom Label Raumklang optisch wie akustisch perfekt in Form gebracht worden. Kompromisse wurden dabei gemieden und offene Fragen auf den Tisch gelegt.
Gitarre & Laute - ONLINE XXIX/2007 Nr.

Mit leiser Luftigkeit zur akustischen Fragilität

Musiksommer Loisachtal, Berg
Axel Wolf versteht das Publikum beim Musiksommer durch das ungewöhnlich sensible Spiel seiner Laute zu fesseln...  anrührend war vor allem die scheinbare Leichtigkeit, die Absenz jeglicher Aufdringlichkeit, mit der Wolf sein Publikum in den Bann schlug.
...Von unaffektierter Eleganz ...schien auch ihn stets eine leise Zartheit zu durchströmen. ....Bei den temperamentvollen Sätzen wie der "Courante" oder der "Gavotte" I und II machte sich beinahe so etwas wie Erleichterung im Publikum breit, weil die Intensität der Konzentration nachlassen durfte und die Anspannung sich in den mitreißenden Passagen auflöste....
Süddeutsche Zeitung, 22. Juni 2004, Udo Watter

 

Ein paar Gedanken zu Axel Wolf und Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach. Musik für Laute. Axel Wolf, Laute. Edition
Raumklang, RK 2203 (April 2004)
Musik ist dafür berüchtigt, dass es unmöglich ist, sie mit Worten zu
beschreiben. Musik ist eine Sprache ohne Worte, aber interessanterweise hat sie etwas gemein mit den Bildenden Künsten. In der Bildenden Kunst gibt es nämlich zwei wichtige Vorstellungen, die auch hilfreich zum
Verständnis der Musik sind. Die eine ist der Sinn für den Aufbau, fürs Architektonische. Die andere lautet, dass Schönheit in der Abweichung vom Ideal liegt. Der Gehalt dieser Abweichung ist es, der Erhabenes von Lächerlichem und von Hohlem trennt. Wie diese dreiteilige Gleichung aufgeht, wird durch die Persönlichkeit des Künstlers bestimmt. In unserem Fall ist es Axel Wolfs Persönlichkeit. Seine empfindsame und unsentimentale, architektonische und unbeschwichtigte, bedachtsame und
ungeschönte Interpretation dreier Lautensuiten von J. S. Bach auf dem Arciliuto haben mich an die missbilligend blickenden
Selbstportäts Max Beckmanns erinnert.

Roman Turovsky , Lauteninfo Nr. 2+/2004 der Deutschen Lautengesellschaft


Lyriarte - Anspruchsvoll

...Das gut dreistündige Exerzitium war eine Herausforderung für die Musiker des Ensembles Lyriarte und die Aufnahmefähigkeit des Publikums... Rüdiger Lotter (Violine), Olga Watts (Cembalo, Orgel) sowie Axel Wolf (Laute, Theorbe) blieben technisch wie musikalisch nichts schuldig, fanden wohldosierte Expression für die langsamen Sätze und ihren oft elegischen Charakter sowie die Sicherheit für die meist virtuosen schnellen Sätze... Großer Beifall...

Süddeutsche Zeitung, 07.Mai 2004, Klaus Kalchschmid


Mit viel Gefühl

Souveräne Interpretation - gemächlich im Tempo ...
Axel Wolf, häufiges Gastmitglied zahlreicher internationaler Ensembles und Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für alte Musik in Utrecht, spielt seine 14-chörige Arciliuto souverän und mit viel Hingabe. Und er lässt sich Zeit. Deutlich wird dies gleich zu Beginn: den ersten Satz der c-moll-Suite spielt Wolf so langsam, dass der durch seinen meditativen Charakter seinem Titel als 'Fantasia' mehr als gerecht wird. Auch bei den übrigen Stücken tendiert Wolf zu einem eher gemächlichen Tempo - ein durchaus angenehmer Interpretationsansatz.
...Beeindruckt (...) durch Tempo und makellosen Anschlag, zeigt Axel Wolf - im Anschlag weicher als (...) - außerordentliches musikalisches Gespür und Verständnis für Bachs kontrapunktische Raffinessen. ... 'Die Aufnahme hielt für mich einige der glücklichsten, intensivsten und euphorischsten Momente bereit, die ich je beim Musizieren erlebt habe', schreibt Axel Wolf selbst über seine Einspielung. Diese Aussage erscheint um so ehrlicher, je öfter man die CD hört. ...
Rezension im Magazin www.klassik.com Kritik von Johannes Kloth , 13.3.2004


"Mr. Händels Grillen gepflegt"

[...Die Sorgfalt und Frische, mit der sich Toll und die Camerata Freiburg der Orchesterpartitur widmeten, war allein schon die Reise ins alte Jerusalem wert. Ideal die Anordnung der Instrumente: Vorn in der Mitte die Theorbe, so daß man vom ausgezeichneten Lautenisten Axel Wolf auch wirklich etwas hörte ...
Das Ergebnis ist mustergültige Artikulation und eine Gesangskultur, die auch im wildesten Jubel noch alle musikalischen Linien transparent beleuchten. Sybilla Rubens überstrahlte als Michal ihre Kollegen mit ihrer schlackenlosen, konzentriert geführten Sopranstimme. Die Altistin Claudia Schubert gab ihrem David ephebenhaften Glanz, während Johannes Mannov als Saul eher metallische Schärfe als rabenschwarzes Timbre parat hatte. Hans Jörg Mammel ließ hingegen als Jonathan Gardemaß für künftige Evangelistenaufgaben durchschimmern.

Kölnische Rundschau, 5.12.1995

Beflügelnd

"Weihnachtsoratorium" 1:
Chorgemeinschaft Neubeuern

.... kann er mittels straff und far­benreich geführtem Orchester auf der Ba­sis einer ingeniösen Continuo‑Gruppe historische Praxis und romantischen Überschwang diskutieren... 
EGBERT THOLL

Süddeutsche Zeitung - MÜNCHNER KULTUR
Montag, 27. Dezember 2004



Mit musikantischem Enthusiasmus

»Crossing the Border«. Volksmusik und barocke Flötenmusik aus Schottland, England und Irland. Bryan Berryman (Flöten), Axel Wolf (Gitarre, Laute, Theorbe), Eckhart Kuper (Cembalo).
Seine Fähigkeiten als herausragender Flötist hat Brian Berryman auf den bisherigen drei Veröffentlichungen des Ensembles La Ricordanza bereits mit einiger Eloquenz dargelegt. Mit diesem Recital unter Begleitung des im gleichen Ensemble beheimateten Cembalisten Eckhart Kuper und des Gitarristen und Lautenisten Axel Wolf vertieft er diesen Eindruck aufs Glücklichste. Dass sich Kunstmusik und Folklore auf den britischen Inseln im 18. Jahrhundert weit mehr wechselseitig befruchtet haben, als dies in der Regel dargestellt wird oder gar heute der Fall ist, davon kündet diese CD. Daneben handelt es sich bei dem Projekt wohl auch um ein ganz persönliches Anliegen des gebürtigen Neukaledoniers und in Sachen Folklore-Forschung engagierten Berryman. Neben schottischen Airs und Stücken aus den Rules for Playing in a true Taste on the Violin (1746) von Francesco Geminiani finden sich Werke von Daniel Dow, Alexander Munro, Neil Gow, Johann Christian Fischer und Captain Simon Fraser auch einige Repertoirebereicherungen. Von unverhohlen im Folklore-Stil komponierten Stücken wie den Auszügen aus den Sammlungen Dows, Frasers und Gows über künstlerisch ambitioniertere Variationen traditioneller Themen bei Fischer bis hin zur Sonate Munros ist dabei der Einfluss der Volksmusik immer erkennbar, aber doch recht unterschiedlich gewichtet. Den ergänzenden Gegensatz dazu bilden zwei Blöcke mit irischen traditionals,ls, die einem gelegentlichen Pub-Besucher auch heute noch geläufig sein dürften. Es ist bemerkenswert, wie authentisch sich die Ausführenden hier als echte >Folkies< gerieren, ohne dabei freilich den Verlockungen des Repertoires zu übermäßiger Sentimentalität, ironischer Naivität oder Rustikalität zu erliegen. Zelebriert wird dagegen der mitreißende Schwung der >Strathspeys<, einer nach dem Herkunftsort benannten Gattung, der >jigs< und >Reels< (besonders im letzten, als Zugabe fungierenden Block) und ihre narrative Gestik; besonders in Frasers "Caledonia's Wail", das Berryman, mit eigenen Variationen versehen, solistisch vorträgt, wird dabei die enorme Ausdrucksvielfalt, die klangliche Fülle und das Lyrische seines Tons offenbar. Axel Wolfs energisch-treibende Gitarrenbegleitung in wirbelnden Tänzen wie "The Lads with the Kilts" "The Earl's Chair" setzt dagegen rhythmische Akzente. Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung, auf der sich in anregendster Weise Quellenforschung und historische Aufführungspraxis zu musikantischem Enthusiasmus und Können gesellen. Lobenswert auch der Mut des Labels, ein Unternehmen zu unterstützen, das sich derart in populäre Gefilde vorwagt.

Erwin Hösi, Concerto 179 , Dezember/Januar 2002/2003


Sächsischer Monteverdi

Heinrich Schütz: Musicalische Vesper ...
Collegium Cartusianum, Ltg. Peter Neumann

Hervorragende Sänger und Instrumentalisten, eine vorbildlich klar und klangsinnlich eingesetzte vokale Capella und eine Aufnahmetechnik, die Neumanns räumliche Disposition der verschiedenen Chöre bestmöglich unterstützt: Diese CD hat in jeder Audiothek den Platz neben Monteverdis Marienvesper verdient.

Concerto Juli/August 03


Chiaccona

...the solos are well played, with just the right amount of rhythmic freedom and a very good tone, and a very attractive degree of dynamic variation, and a general musical feeling. Axel Wolf´s playing is exemplary in the range of sounds he produces from his chitarrone ; and his performance ot the "battaglia" is wonderfully spirited, absolutely as the composer must have intended, evoking moments of pathos on the battlefield, and the distant echoing of trumpets, as well as roaring cannonades ... a very enjoyable recording.

Lute News
The Lute Society Magazine, April 2001



Mal den praktischen Weg:

Axel Wolf spielt Bach
...Axel Wolf hat, fern der dogmatischen Diskussion um das historisch Denkbare, einen praktischen Weg eingeschlagen. Und seine Schritte hören sich überzeugend und bezaubernd schön an. Noch ist es eine Demo-CD, die "Richtige" kommt voraussichtlich Ende 2001 heraus.Aber der Mitschnitt eines Konzerts, mit dem er derzeit unterwegs ist, verspricht viel. .... Was mich überzeugt , ist die luftige Leichtigkeit, die lyrische Klarheit, mit der Axel Wolf die Musik vorstellt.

Deutsche Lautengesellschaft Bach, Lauteninfo No. 3/2000


Johann Sebastian Bach - Axel Wolf präsentierte "Geistliche Abendmusik" des Giganten für Laute

...Es war insgesamt sehr leise, doch am Ende gab es keinen, der nicht angerührt war vom Hauch des Nichtforcierten, von jenem wundersamen Atem aus präindustrieller Vorzeit, der hier wehte. ... Obwohl an den Notentext gebunden, spielte er ganz frei, so als würde er ... aus seinem momentanen Empfinden schöpfen.

Kreisstadt Echo, Bad Neuenahr, 1.3.2000


"Duftig, verinnerlicht, virtuos" -

Trio "La Sfondrata" spielte zur "Gemüthsergötzung" im Nienburger Giebelsaal
... Auch diesmal konnten sich die Besucher von einem Trio überzeugen, das den Tönen verinnerlicht nachspürt, sich virtuos vereint im sensitiven Musizieren, in wohlproportionierter Geläufigkeit. Duftigkeit und Brillianz bestachen bereits in der eröffnenden Sonate in F-Dur. Geschmeidig und und impulsdurchsetzt bewegte sich in beweglichen Linien Simone Nills Flauto Dolce auf der sanften Basso-continuo-Basis, die ihre Partner aufmerksam bauten. 14-chörig ist die theorbierte Laute ... mit der Axel Wolf bei Präludium, Fuge und Allegro Es-Dur ( BWV 998 ) wohlklingende Perlen in den Raum entließ, jedem noch so kleinen Ton melodiös unnd schmiegsam Nachdruck verlieh, und Plastizität aus Griffbrett und Saiten schälte. Behutsamen Nachklang wusste er klug zu setzen, ebenso zart und voller Verve die Lebendigkeit der Fuge zu beschwören, die Vielschichtigkeit musikalischer Sprache in klaren Linien zum Ausdruck zu bringen, die Feingliedrigkeit des Allegro.

Die Harke, Nienburger Zeitung, 29.11.00


"La Sfondrata" : Ein Meisterkonzert mit aha-Effekt

Mancher Besucher ... mag in verhaltener Stimmung seinen Platz eingenommen haben : war doch das Programm sehr speziell ausgerichtet auf frühe barocke Instrumentalmusik, noch dazu auf historischen Instrumenten in kleiner Besetzung. ... Auch der Titel " Zu Vergnügen, Trost und Erbauung" stellt sich in unserer Zeit eher harmlos dar ...Die Realität des Konzertverlaufs brachte die totale Überraschung : Drei hochmotivierte professionelle Künstler auf ihren Instrumenten ... gaben ihrem seit 1988 bestehenden Trio den ungewöhnlichen Namen "La Sfondrata" und erklärten mit dessen Hintergrund ihre Identifikation mit der Musik ihres Repertoires. La Sfondrata ist der Name einer frühen barocken Sonate des Italieners Nicolo Corradini und bedeutet bildlich gesprochen, durch eine Tür zu gehen, ohne sie vorher zu öffnen. Das Programm bot reichlich Gelegenheit, sowohl subtiles Zusammenspiel als auch solistisches Niveau zu vermitteln.

DEWEZET, 27.3.00


"Versteinerte Seelen werden weich"

... In jedem Allegro zelebrierte das Trio seine Homogenität in den schnellen und anspruchsvollen Passagen. Seine ganze emotionale Kraft aber demonstrierte es in den getragenen Teilen, etwa im elegischen Andante der Sonate in e für Blockflöte und B.c. von Diogeno Bigaglia und besonders im ungeheuer ergreifenden Andante der Sonate g-Moll für Blockflöte und B.c. von Johann Sebastian Bach. Eine Melodie , die versteinerte Seelen erweicht und den Zuhörer für kurze Zeit sich selbst zu entrücken scheint.

Achimer Kreisblatt 8.9.1999


"Platzhirsch Chitarrone"

Musica Fiata Köln im Barockfest-Finale
... Immer dabei ( deswegen heißen sie ja so ) war die Continuo-Gruppe mit Organist und Cembalist Christoph Anselm Noll und Axel Wolf an der Chitarrone. Beide durften auch solistisch glänzen - ein Duell, das bewies, das sich in mancher Hinsicht in der Musik nichts geändert hat. Während Noll sich auf überaus intelligente Manier in die grüblerisch-chromatischen Fortschreitungen von Michelangelo Rossis Toccata prima vertiefte, ließ Johann Kapsbergers Toccata für Chitarrone deutlich erkennen, daß auch damals schon - wie heute bei E-Gitarristen in der Rock-Musik - bei Zupfinstrumenten das Imponiergehabe einfach eingebaut scheint. Das Rieseninstrument hat eh Platzhirschqualitäten. Nicht viel Substanz, aber dafür jede Menge Triller und noch mehr Läufe ließen Kapsberger als Vorläufer von Jimi Hendrix erscheinen . Nur daß Wolf seine Chitarrone an diesem Abend nicht mit den Zähnen spielte.

Münstersche Zeitung, 16.6.99


"In subtilen Klangräumen" - Das Ensemble "La Sfondrata" spielte mit virtuoser Eleganz

... Expressiv und nuancenreich gab Simone Nill auf der " Flute a bec " die Impulse , die mit behutsamer Sensibiltät von den beiden Gamben aufgegriffen wurden. Variantenreich und dezent ließ Axel Wolf sein Generalbaßspiel auf der Theorbe mit dem polyphonen Gewebe verschmelzen.

Heideneheimer Zeitung 23.9.97


"Mit Musik geschlossene Türen überwinden"
Italienische Barockmusik mit "La Sfondrata"

...Selten hört man diese Musik so nuanciert, so koncise durchgestaltet. Zum einen benötigen die figurativen Phrasen hohes Tempo, zum andern lebt diese Musik von abwechslungsreichen, phantasievollen Verzierungen. Und darin spiegelt sich die Virtuosität der drei Musiker wider.

Göttinger Tageblatt 30.9.96


"Mächtig"

... " Mary´s Music", das ist ein wichtiger Baustein in der höfischen Machtentfaltung, aber auch intensiver Audruck menschlicher Leidenschaften. Das Ensemble "La Sfondrata" ließ beide Dimensionen zur Geltung kommen : dem herben Klang der historschen Instrumente und einer bisweilen kühlen Präzision stand die unmittelbare Wirkung elegisch ausgespielter Passegn gegenüber. Wie frei auch immer das Tempo gehandhabt wurde, das ausgezeichnete Zusammenspiel ... war nirgends zu vermissen.

HAZ 4.4.95


"Matthäuspassion mit Theaterdonner"

...Als besonders glücklich erwies sich der Einfall, statt der Gambe eine Laute zu verwenden : wenn Axel Wolf "falsche Zungen" stechen ließ das "süße Kreuz" beschrieb oder Continuo-akzente setzte, wurde es in der Kirche noch ein bißchen stiller. ...

Münstersche Zeitung, 24.3.95


"Klang wird Sprache"

...Qualitäten dieser Art sind kostbar. Und deshalb kann sich das Ensemble auch zutrauen, ein Stück, das eigentlich für Orgel geschrieben wurde, Bachs Triosonate BWV 529, farbig zu realisieren, den Lautenisten Axel Wolf, der in den anderen Stücken sehr subtil den silbernen Rhythmus diktierte, die Aufgabe zuzuweisen, die eine Gambenstimme zu verstärken. ... Bach wurde als Zeitgenosse mit allen stilistischen Merkmalen entdeckt und virtuos präsentiert. " La Sfondrata " ist ein kleines Traumensemble, das, falls es so beredt weiter musiziert, leichtfüssig zum Gipfel der historischen Musik aufsteigen wird.

Die Rheinpfalz - Ludwigshafener Rundschau 6.12.92